
Die Handelszölle der Trump-Regierung betreffen nun US-Verbraucher, wobei in den kommenden Monaten mit stärkeren Auswirkungen zu rechnen ist. Nach den Zollankündigungen im März warnten Analysten vor steigenden Preisen und Lieferkettenunterbrechungen, die Gaming-Hardware und Zubehör betreffen.
Branchenführer wie Sony, Microsoft und Nintendo könnten aufgrund ihrer finanziellen Ressourcen und Lieferkettenflexibilität am besten für die Bewältigung von Zollherausforderungen gerüstet sein. Langanhaltende Zölle könnten jedoch Preiserhöhungen bei Verbraucherprodukten erzwingen.
Sony hat sich zu den jüngsten US-Zöllen nicht geäußert, obwohl die PlayStation-Preise in Übersee mit Verweis auf wirtschaftliche Faktoren stiegen. CFO Lin Tao räumte potenzielle Auswirkungen von 685 Millionen US-Dollar ein, wobei mögliche Preisänderungen auf die US-Märkte zukommen könnten. Das Unternehmen hält strategische Lagerpuffer vor und erkundet gleichzeitig die Diversifizierung der Lieferkette, einschließlich einer möglichen Produktion in den USA.
Microsoft führte sofortige Preiserhöhungen für Xbox-Hardware durch, was die gestiegenen Importkosten aus der chinesischen Fertigung widerspiegelt. Das Unternehmen profitiert von bestehenden Produktionsstätten in Mexiko und der schrittweisen Verlagerung der Fertigung nach Vietnam seit 2023. Bevorstehende Preiserhöhungen für First-Party-Spiele deuten auf weiterreichende Marktanpassungen hin.
Der Start von Nintendos Switch 2 fiel mit der Zolleinrichtung zusammen, was zu vorübergehenden Verzögerungen bei Vorbestellungen in Nordamerika führte. Während das Unternehmen den Basiskonsolenpreis beibehielt, erhöhte es die Zubehörkosten um 5–10 US-Dollar. Etwa ein Drittel der Produktion stammt mittlerweile aus Vietnam, obwohl Nintendo mit potenziellen Einschränkungen der Verbraucherausgaben rechnet.
Der Premium-Zubehörhersteller stellte den Verkauf ausgewählter US-Produkte nach dem Anstieg der Zölle auf 145 % ein. Da fast die gesamte Fertigung in China stattfindet, steht Razer unter erheblichem Preisdruck, was die Erschwinglichkeit für preisbewusste Spieler einschränken könnte.
Das globale Fertigungsnetzwerk des Computergiganten in sechs Ländern bietet einen teilweisen Zollausgleich. Das Unternehmen baute aggressiv US-Lagerbestände auf, noch bevor mögliche Zölle eingeführt wurden, und überwacht gleichzeitig Probleme bei der Halbleiterlieferkette.
